
Geschrieben von
Marvin Marqua
Datenqualität

Jede Praxis dokumentiert anders
Ein Praxisinformationssystem (PIS) muss der Ärztin oder dem Arzt dienen – nicht umgekehrt. In der Realität bedeutet das: Informationen werden in Feldern erfasst, für die sie eigentlich nicht vorgesehen sind. Patiententermine werden als Platzhalter angelegt. Diagnosen werden nach einer ganz eigenen Logik strukturiert, die für die jeweilige Praxis einfach Sinn ergibt. Dadurch entstehen jedoch Abweichungen in Datenerfassung zwischen unterschiedlichen Praxen mit gleichen und natürlich auch mit unterschiedlichen Primärsystemen.
Das ist kein Fehler. Das ist pragmatische Medizin.
Für Heureka war es bisher aber eine Herausforderung: Wenn Daten nicht dort stehen, wo sie erwartet werden, können sie nicht zuverlässig an die von der Arztpraxis ausgewählten Anwendungen weitergegeben werden. Und das wollten wir ändern.
Neu: Mapping Einstellungen pro Praxis
Mit den neuen Mapping Einstellungen lässt sich Heureka jetzt individuell auf jede Praxis abstimmen. Was das konkret bedeutet:
Diagnosen aus individuellen Feldern lesen: Die Arztpraxis teilt uns mit, in welchem Feld die Diagnose dokumentiert wird – wir passen das Mapping entsprechend an.
Medikamente als Reserve-Medikament markieren: Auf Meldung der Arztpraxis individuell durch Heureka konfigurierbar, damit die richtigen Medikamente den richtigen Status bekommen.
Terminstatus mappen: Von der praxiseigenen PIS-Bezeichnung auf den FHIR-Standard – individuell und korrekt gemappt.
Termine filtern: Bestimmte Terminbezeichnungen, die z.B. nur für interne Zwecke verwendet werden, lassen sich gezielt einschliessen oder ausschliessen.
Wichtig zu wissen: Diese Funktion steht nicht für alle PIS zur Verfügung, aber für mehrere der am häufigsten genutzten.
Für wen ist das relevant?
Die Mapping Einstellungen sind für alle Arztpraxen interessant, die Heureka nutzen, aber ihre Daten nicht immer in den standardisierten Feldern erfassen oder eigene Strukturen für Diagnosen, Medikamente oder Termine entwickelt haben. Aber auch für Applikationsanbieter, die Daten aus Heureka beziehen, ist das eine gute Nachricht: Die gelieferten Daten werden noch zuverlässiger strukturiert und spiegeln die tatsächliche Dokumentation der Praxis korrekt wider.
Wie wird es verwendet?
Jede Arztpraxis durchläuft auf dem Heureka Portal eine Datenüberprüfung. Dabei werden Abweichungen im Mapping sichtbar – zum Beispiel wenn eine Diagnose in einem anderen Feld erfasst ist als erwartet. Die Praxis kann diese Abweichungen direkt über das Portal an Heureka melden und mitteilen, wo die Information in ihrem System tatsächlich abgelegt ist. Heureka passt die Konfiguration daraufhin im eigenen Backend an. Die Praxis prüft das Ergebnis nochmals – und von da an läuft alles automatisch. Die Daten werden korrekt ausgelesen, ohne weiteren Aufwand.
Was das bedeutet
Arztpraxen müssen ihre Arbeitsweise nicht an Heureka anpassen. Heureka passt sich an sie an.
Das ist der Kern dieser Neuerung. Und das ist genau das, wofür wir stehen: pragmatische Interoperabilität, die im Praxisalltag wirklich funktioniert.
Deine Ansprechperson

Céline Gantenbein
Customer Success Managerin
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